Häufige Fragen
Kurze Antworten auf das, was am häufigsten gefragt wird. Ausführlich steht das meiste davon auf der Seite Die Wissenschaft dahinter.
Grundlagen
Was macht raimove eigentlich?
Es entfernt Kennzeichnungen aus Texten und Dateien, die dort nicht sichtbar stehen: unsichtbare Unicode-Zeichen, Metadaten in Bildern und Dokumenten, C2PA-Signaturen, Provenance-Angaben in HTML und Markdown. Du lädst eine Datei hoch oder fügst Text ein, bekommst das bereinigte Ergebnis zurück und dazu einen Bericht, was genau entfernt wurde.
Kostet das etwas? Brauche ich ein Konto?
Nein und nein. Es gibt keine Registrierung, keine Bezahlschranke und keine Nutzungsgrenze pro Person. Das Einzige, was einen eigenen Schlüssel braucht, ist der optionale LLM-Rewrite — dazu weiter unten mehr.
Was ist der Unterschied zwischen Layer A und Layer B?
Layer A ist deterministisch. Die Kennzeichnung besteht aus Zeichen oder aus Feldern in der Datei, also wird sie gelöscht, gezählt und die Datei danach noch einmal geprüft. Was der Bericht zeigt, ist nachprüfbar.
Layer B ist ein Versuch. Manche Wasserzeichen stecken in der Wortwahl selbst und lassen sich mechanisch nicht anfassen; dagegen hilft nur, den Text von einem Sprachmodell neu schreiben zu lassen. Das wirkt, aber es gibt keine Zusage.
Welche Formate werden unterstützt?
Bilder, Office- und OpenDocument-Dateien, PDF, SVG, HTML, Markdown, Quellcode und einfacher Text. Die genaue, aktuelle Liste steht auf der Startseite unter „Was erkannt und entfernt wird“ — sie wird nicht von Hand gepflegt, sondern kommt aus denselben Mustern, nach denen die Bereinigung sucht.
Was es nicht kann
Kann raimove garantieren, dass ein Wasserzeichen weg ist?
Für unsichtbare Zeichen und Metadaten: ja, das lässt sich zeigen. Die Datei wird nach dem Bereinigen erneut eingelesen, und der Bericht nennt jedes entfernte Zeichen.
Für statistische Wasserzeichen in der Wortwahl: nein. Der Schlüssel dazu gehört dem Anbieter. Ohne ihn kann niemand nachsehen, ob noch etwas da ist — auch wir nicht. Wer etwas anderes verspricht, kann es nicht wissen.
Beweist ein sauberer Bericht, dass ein Text von einem Menschen stammt?
Nein, und das ist wichtig genug für eine eigene Frage. Ein entfernter Marker heißt: dieser Marker ist weg. Er heißt nicht, dass nie eine KI beteiligt war. Wer den Bericht als Nachweis für Handarbeit vorlegt — in einer Prüfung, gegenüber einem Auftraggeber —, legt etwas vor, das diese Aussage nicht trägt.
Werden Wasserzeichen in den Bildpunkten entfernt?
Nein. Bei Bildern entfernt raimove die Metadaten und C2PA-Segmente, nicht die Markierung in den Pixeln. Die bekommt man nur weg, indem man das Bild von einer KI neu berechnen lässt — das braucht erhebliche Rechenleistung und verändert das Bild. Es existiert als optionaler Zusatz im Kernprojekt, nicht in dieser Web-App.
Die App warnt vor „Restsignalen“. Was heißt das?
C2PA-Herkunftsangaben gibt es in zwei Bauarten. Die eine liegt in der Datei und lässt sich löschen. Die andere liegt beim Anbieter auf einem Server, und in der Datei steht nur eine unauffällige Markierung, die darauf verweist. Nach dem Bereinigen ist die Beilage weg — über die Markierung im Bild ließe sie sich wieder anheften. Deshalb steht dort eine Warnung und keine Erfolgsmeldung.
Deine Daten
Werden meine Dateien oder Texte gespeichert?
Nein. Eine hochgeladene Datei wird im Arbeitsspeicher bzw. in einem temporären Ordner verarbeitet und direkt nach der Antwort gelöscht. Der temporäre Ordner liegt im RAM, nicht auf der Festplatte des Servers. Es gibt keine Datenbank, in die etwas davon wandert.
Zwei Ausnahmen, die man kennen sollte. Nachrichten über das Kontaktformular stehen im Protokoll des Servers, bis es überschrieben wird — das steht auch dort. Und wer ein Token für den MCP-Server anfordert, dessen Adresse wird zusammen mit dem Token gespeichert, dazu Zähler über Aufrufe und Datenvolumen. Ohne das ließe sich ein Schlüssel weder zuordnen noch bei Missbrauch abschalten. Was über den Schlüssel bereinigt wird, steht dort nicht.
Beides wird auf Zuruf gelöscht: einmal über das Kontaktformular schreiben genügt.
Warum brauche ich für den Rewrite einen eigenen API-Schlüssel?
Weil jeder Rewrite bei einem LLM-Anbieter Geld kostet. Ein Dienst ohne Konto, der die Rechnung übernimmt, wäre am ersten Tag leergeräumt. Dein Schlüssel wird für genau diesen einen Aufruf durchgereicht, nicht gespeichert und nicht protokolliert.
Kann ich nachsehen, was der Code tut?
Ja. Die eigentliche Bereinigung stammt aus dem Projekt watermarks-remover (MIT-Lizenz), das in der Fußzeile jeder Seite verlinkt ist. Dort steht auch, welche Version hier gerade läuft.
In der Praxis
Erkennt raimove Kennzeichnungen von ChatGPT, Claude oder Gemini?
In Metadaten: ja — die Anbieterliste auf der Startseite kommt direkt aus den Mustern, nach denen gesucht wird. In der Wortwahl: das ist Layer B, und dort gilt die Einschränkung von oben. Die Frage „ist da noch etwas?“ lässt sich ohne den Schlüssel des Anbieters nicht beantworten.
Wofür ist das gedacht?
Für eigene Inhalte: eigene Entwürfe, eigene Recherche, eigene Dateien, die unterwegs ungefragt gestempelt wurden. Dass Herkunftsangaben grundsätzlich sinnvoll sind, steht dem nicht entgegen — für Privatsphäre zu sein heißt nicht, gegen Transparenz zu sein. Was daraus im Einzelfall folgt, etwa gegenüber einer Hochschule oder einem Auftraggeber, ist eine Frage der jeweiligen Regeln und nicht der Technik.
Kann ich das automatisiert nutzen?
Dafür gibt es einen MCP-Server, mit dem ein Agent — etwa Claude Code — Text und Dateien direkt bereinigt, ohne den Umweg über diese Seite. Der Zugang ist offen: Im Abschnitt am Ende der Startseite trägst du eine Adresse ein und bekommst das Token sofort per E-Mail.
Ein Marker ist durchgerutscht. Was jetzt?
Schreib es uns über das Kontaktformular — am besten mit Dateityp und, wenn möglich, der Anwendung, aus der die Datei stammt. Genau daraus wächst die Erkennungsliste.
Frage nicht dabei?
Dann schreib sie uns. Antworten, die hier fehlen und öfter gebraucht werden, landen anschließend auf dieser Seite.
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